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Zu Besuch bei den vier Weimarer Klassikern

Am Dienstag, den 06.01.2026, traten wir mit der Jahrgangsstufe Q2 unsere jährliche Studienfahrt nach Weimar an.

Ziel der Fahrt war es, zentrale Inhalte des Deutschunterrichts zur Weimarer Klassik an den historischen Orten selbst zu vertiefen. Nach der Ankunft mit dem Zug bezogen wir unsere Zimmer in der zentral gelegenen Jugendherberge. Der erste Abend diente dem Ankommen und dem gemeinsamen Einstieg in die Fahrt. Nach kurzen organisatorischen Absprachen gingen wir zusammen in die Havanna Bar, wo Zeit für Gespräche und Austausch blieb: eine perfekte Einstimmung auf die gemeinsame Woche!
 
Der Mittwoch begann mit einer literarisch ausgerichteten Stadtführung. Dabei wurde deutlich, wie eng Weimar als Stadt mit dem Wirken Johann Wolfgang von Goethes und Friedrich Schillers verbunden ist. Ihre Lebens- und Arbeitsorte prägen das Stadtbild bis heute. Besonders eindrücklich war für uns der Besuch des Goethe- und Schiller-Archivs. Die Begegnung mit Originalhandschriften, Briefen und Arbeitsmaterialien machte literarisches Schreiben als historischen Prozess erfahrbar und eröffnete neue Perspektiven auf Texte, die im Unterricht häufig nur in gedruckter Form vorliegen.
 
Im Anschluss besuchten wir die Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Neben der einzigartigen Atmosphäre des Rokokosaals rückte hier vor allem die Rolle Herzogin Anna Amalias für die Förderung von Literatur und geistigem Austausch in den Mittelpunkt. Die Bibliothek machte anschaulich, wie sich das Leihen von Büchern revolutionierte und unter welchen kulturellen Bedingungen sich das literarische Leben Weimars entfalten konnte.
 

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Am Abend stand ein Theaterbesuch im Galli Theater Weimar auf dem Programm. Die Aufführung „Froschkönig für Erwachsene“ bot eine moderne, bewusst zugespitzte Auseinandersetzung mit literarischen Motiven und Rollenbildern und regte zu weiterführenden Gesprächen an.

 
Der Donnerstag war ganz den beiden Dichtern selbst gewidmet. In den Wohnhäusern Friedrich Schillers und Johann Wolfgang von Goethes erhielten wir Einblicke in ihre Lebensumstände und Arbeitsweisen. Gerade diese Nähe trug dazu bei, die Werke der Weimarer Klassik als Ergebnis individueller Schreibprozesse zu begreifen.

 

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Einen besonderen Höhepunkt der Studienfahrt stellte am Abend der Besuch der Aufführung von "Faust" dar. Die Inszenierung erwies sich als außerordentlich eindrucksvoll und hinterließ bei vielen Schülerinnen und Schülern einen nachhaltigen Eindruck. Sowohl die schauspielerische Leistung als auch die Umsetzung auf der Bühne wurden als äußerst gelungen wahrgenommen. Auffällig war, wie konzentriert und aufmerksam die Schüler*innen das Stück verfolgten. Die intensive Wirkung der Aufführung zeigte sich auch in den Gesprächen im Anschluss, in denen viele ihre Begeisterung und neue Zugänge zum Text äußerten. Die Begegnung mit "Faust" auf der Bühne machte deutlich, welches Potenzial literarische Texte in der szenischen Umsetzung entfalten können.
 
Am Freitag traten wir die Rückreise an. Trotz einiger Verzögerungen im Bahnverkehr erreichten wir unseren Heimatort wohlbehalten.
 
Insgesamt erwies sich die Studienfahrt nach Weimar als eine inhaltlich dichte und gewinnbringende Ergänzung des Deutschunterrichts. Die unmittelbare Begegnung mit den Lebens- und Wirkungsorten Goethes und Schillers vertiefte unser literarisches Verständnis und ermöglichte eine Auseinandersetzung mit Texten, die über den Klassenraum hinausging.
Die Fahrt hat gezeigt, wie wertvoll außerschulische Lernorte für literarisches Lernen sein können.

 

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In einer Zeit, in der Schulangst, Gewalt,
Vandalismus und Anonymität
immer mehr um sich greifen,
müssen neben schulischen auch soziale Aspekte
Berücksichtigung finden.

Lega Ladys Friebel
„Legasthenie, (k)ein Problem? Packen wir’s an!“

Frau Friebel, Brodhage, Borkenhagen und Habeck - 
Lehrerinnen am Burgy