Zusammenarbeit mit den Goslarschen Höfen
Seit März bereitete die Klasse 10G gemeinsam mit Frau Paul im Rahmen des Projekts „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ einen besonderen Aktionstag vor.
Ziel war es, die Arbeit der Goslarschen Höfe kennenzulernen und sie durch eine Sachspendenaktion zu unterstützen.
Dazu startete die Klasse einen Spendenaufruf an Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte unserer Schule. Über mehrere Wochen kamen zahlreiche Sachspenden zusammen: Kleidung für Babys, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Spielzeug und Haushaltsgegenstände. Die Spenden wurden in der Schule gesammelt, sortiert und für die Übergabe vorbereitet.
Am 16. Juni 2026 war es schließlich soweit: Gemeinsam mit Frau Paul verlud die Klasse die Spenden in einen Burgy-Bus und machte sich auf den Weg zu den Goslarschen Höfen.
Nach der Ankunft erhielten wir eine interessante Führung durch verschiedene Bereiche der Einrichtung. Herr Pape zeigte uns unter anderem den Tagungsraum, die Küche, die hauseigene Rösterei, das Kleidungslager, das Café sowie das Kaufhaus. Dabei erfuhren wir viel über die vielfältige Arbeit der Goslarschen Höfe.
Die Goslarschen Höfe engagieren sich besonders für Menschen mit Beeinträchtigungen, psychischen Erkrankungen und für Geflüchtete. Das Projekt ist aus bürgerschaftlichem Engagement entstanden und steht für gelebte Inklusion. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen Seite an Seite zusammen. Viele ehrenamtliche Mitarbeitende und Spenderinnen und Spender unterstützen die Arbeit der Höfe.
Im Anschluss an die Führung führten wir Interviews mit ehrenamtlichen Mitarbeitern der Höfe. Dabei lernten wir unter anderem Diego aus Kolumbien und Hayat aus dem Irak kennen.
Diego lebt seit zweieinhalb Jahren in Deutschland. Nachdem er aus seiner Heimat fliehen musste, fanden er und viele andere Menschen bei den Goslarschen Höfen Unterstützung, Arbeit und neue soziale Kontakte. Besonders beeindruckt hat uns seine Offenheit, als er erzählte, wie wichtig ihm die Integration in Deutschland geworden ist.
Auch Hayat berichtete von ihrem Weg nach Deutschland. Sie lebt seit acht Jahren hier, spricht Deutsch auf B1/B2-Niveau und engagiert sich regelmäßig bei den Goslarschen Höfen. Sie schilderte, wie ihr Sprachkurse und die Unterstützung ihrer Familie geholfen haben, sich in Deutschland ein neues Leben aufzubauen. Besonders schätzt sie die freundliche Atmosphäre und den respektvollen Umgang innerhalb der Höfe.
Die Gespräche machten deutlich, wie wichtig Integration, gegenseitige Unterstützung und Offenheit für ein gelungenes Zusammenleben sind. Sie zeigten uns, dass Vorurteile abgebaut werden können, wenn Menschen einander begegnen und miteinander ins Gespräch kommen.
Zum Abschluss übergaben wir unsere Sachspenden an die Spendenannahme der Goslarschen Höfe. Dort werden die Gegenstände geprüft, sortiert, gereinigt oder aufbereitet und anschließend im Kaufhaus oder im Secondhandbereich weitergegeben bzw. verkauft.
Der Projekttag hat uns eindrucksvoll gezeigt, wie Inklusion und Integration im Alltag gelebt werden können. Die Goslarschen Höfe sind ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten gemeinsam arbeiten, lernen und einander unterstützen können.
Die Klasse 10G bedankt sich bei allen Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften, die unsere Spendenaktion unterstützt haben.





