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Geschichte hautnah - Studienfahrt der Q1

Wie schmeckt Freiheit? Und wie fühlt sich Unfreiheit an? Mit diesen Fragen im Gepäck machte sich der Geschichtsleistungskurs der Jahrgangsstufe Q1 auf den Weg nach Berlin, um das Unterrichtsthema „Diktaturen in Deutschland“ an historischen Originalorten zu vertiefen.
 
 

Am Dienstag haben wir den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück begonnen. Um 10:00 Uhr haben wir uns vor dem Berliner Dungeon getroffen und um 10:30 Uhr ging unsere Vorstellung los. Es war total lustig, gruselig und hat uns allen viel Spaß gemacht. Gleichzeitig haben wir einiges über die Geschichte Berlins gelernt. Danach sind wir zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gefahren. Dort haben wir uns mit ihrer Geschichte beschäftigt. Dabei sollten wir auch kritisch hinterfragen, was dort geschrieben stand und wie bestimmte Dinge dargestellt wurden. Anschließend ging es weiter zum Olympiastadion. Dort haben wir viele interessante Informationen über die Geschichte des Stadions und vor allem über die Olympischen Spiele von 1936 erfahren. Insgesamt war der Tag sehr abwechslungsreich. Besonders gut fanden wir, dass wir nicht nur Sehenswürdigkeiten angeschaut haben, sondern dabei auch viel über die Geschichte Berlins erfahren und kritisch darüber nachgedacht haben.

   

 

Am Mittwoch besuchten wir morgens die Gedenkstätte Hohenschönhausen, in der zu Zeiten der DDR Menschen inhaftiert wurden, die unter dem Verdacht von „Staatsfeindlichkeit“ oder Spionage standen. Während der rund 90-minütigen Führung über das Gelände lernten wir einiges über die Geheimhaltung und den Alltag der Inhaftierten. Ins Gefängnis wurde man in völliger Geheimhaltung gebracht, um soziale Unruhen zu verhindern. Das Ministerium für Staatssicherheit (Stasi) erschien bei den Menschen zu Hause und gab sich vorerst als ein anderes Ministerium aus (je nachdem, in welchem Bereich die jeweilige Person aktiv war), um geheim zu bleiben. Als die Personen im Gefängnis ankamen, wussten sie nicht, wo sie waren und was mit ihnen geschah. Den Gefangenen wurde aktiv die Orientierung und das Zeitgefühl genommen, um ein Geständnis zu erzwingen. Die Verhöre wurden systematisch so gelegt, dass Inhaftierte unter absolutem Schlafmangel ein Geständnis ablegen mussten. Auch erfuhren wir, dass nur sehr wenige Personen über die Stasi-Gefängnisse Bescheid wussten. Selbst das Wachpersonal wusste meist nicht, um was es sich genau handelt. Wir konnten uns selbst die Zellen, den „Hof“ und die Gänge des Gefängnisses anschauen. Es war interessant zu sehen, dass alles exakt zur Geheimhaltung des Ortes konzipiert war.
Nach einer anschließenden Pause reisten wir zum Brandenburger Tor, um von dort aus eine Stadtführung unter Leitung von Herrn Schäfer zu beginnen, welche uns vom Brandenburger Tor über das Holocaust-Denkmal bis zum ehemaligen Führerbunker führte. Dabei sprachen wir über die Vergangenheit Berlins während der Teilung, dem Künstlerischen Aspekt und der Mahnung des Denkmals sowie der Abschottung von West-Berlin vom Rest der BRD.
Am Abend besuchten wir schließlich das Kabarett „Die Stachelschweine“, bei welchem die politische Lage durch drei Schauspielenden im Jahr 2029 parodisch vorhergesagt wurde.

 

Unser Donnerstag auf der Kursfahrt nach Berlin begann um 8:00 Uhr mit einem Frühstück in unserem Hotel. Danach trafen wir uns um 9:15 Uhr vor der Unterkunft. Herr Schäfer und Herr Wewerka erklärten uns den Tagesablauf und besprachen mit uns, was wir an diesem Tag alles machen würden. Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Platz der Luftbrücke. Dort erklärte uns Herr Schäfer die Geschichte der Berliner Luftbrücke, die von 1948 bis 1949 stattfand. Nachdem die Sowjetunion die Verkehrswege nach West-Berlin blockiert hatte (Kalter Krieg), versorgten in die westlichen Alliierten die Bevölkerung mit Flugzeugen. Diese landeten alle zwei Minuten West-Berlin. Sie transportierten unter anderem Lebensmittel und Kohle in die Stadt. Die Flugzeuge wurden auch von der Bevölkerung mit „Rosinenbombern“ bezeichnet, weil die amerikanischen Soldaten Rosinen aus den Flugzeugen geworfen hatten. Das
Luftbrückendenkmal erinnert an diese Zeit und an die Menschen, die bei der Versorgung West-Berlins ums Leben kamen. Die Erklärung endete um 12:08 Uhr.
Um 12:10 Uhr gingen wir zum ehemaligen Flughafen Tempelhof. Dort erfuhren wir mehr über die Pläne der Nationalsozialisten, Berlin zu einer besonders großen und repräsentativen Hauptstadt auszubauen. Sie wollten „Germania“ errichten. Auch der Flughafen sollte zu einem der größten der Welt werden. Das Gebäude wurde sehr groß und beeindruckend geplant, aber nie vollständig fertiggestellt. Um 12:15 Uhr verließen wir das Gelände wieder.
Danach fuhren wir mit der U-Bahn zum Checkpoint Charlie. Dort erklärte uns Herr Schäfer die Geschichte des ehemaligen Grenzübergangs, der während der deutschen Teilung eine wichtige Rolle spielte. Er lag zwischen dem amerikanischen und dem sowjetischen Sektor Berlins und wurde zu einem bekannten Symbol des Kalten Krieges. Anschließend hatten wir
etwas Freizeit. Wir konnten uns die Umgebung anschauen, Souvenirs kaufen oder etwas essen, bevor wir uns wieder für den nächsten Programmpunkt trafen.
Um 13:20 Uhr trafen wir uns an der Gedenkstätte Topographie des Terrors. Dort nahmen wir an einer Sonderführung teil, bei der uns eine Mitarbeiterin mehr über die Verbrechen der Nationalsozialisten erklärte. In der Ausstellung ging es unter anderem um die Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung. Wir erfuhren, dass die Nürnberger Gesetze von 1935 die Rechte jüdischer Menschen stark einschränkten und ihre Ausgrenzung verschärften. Ein weiterer Teil der Ausstellung beschäftigte sich mit den Jahren 1942 und 1943 und der Frage, wie viel die deutsche Bevölkerung über die Ermordung der jüdischen menschen wusste. Dabei wurde deutlich, dass viele Menschen von der Verfolgung und den Deportationen mitbekommen haben mussten, während das genaue Ausmaß der Massenmorde nicht allen gleichermaßen bekannt war. Die Führung brachte uns dazu, darüber nachzudenken, welche Verantwortung die Menschen damals hatten und wie wichtig es sit, sich auch heute mit dieser Vergangenheit auseinanderzusetzen. 

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In einer Zeit, in der Schulangst, Gewalt,
Vandalismus und Anonymität
immer mehr um sich greifen,
müssen neben schulischen auch soziale Aspekte
Berücksichtigung finden.

Lega Ladys Friebel
„Legasthenie, (k)ein Problem? Packen wir’s an!“

Frau Friebel, Brodhage, Borkenhagen und Habeck - 
Lehrerinnen am Burgy

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